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Das weichste Holz der Welt

Der Begriff Weichholz steht im Grunde für eine Einteilung bestimmter Holzarten in eine botanische Kategorie. Ursprünglich stammt die Bezeichnung aus dem Zoll. Gemeint sind mit Weichhölzern demnach Holzarten, deren Dichte einen Wert von 0,55 g/cm³ unterschreitet. Das gilt beispielsweise für einheimische Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer sowie für Laubbäume wie Linden und Pappeln. Balsaholz, das weichste Holz der Welt wächst hingegen nur in den Tropen.


Von Marco Schmidt - Eigenes Werk, CC BY-SA 2.5

Balsaholz: Das Leichtgewicht unter den Holzarten

Der Balsabaum ist ein tropisches Gewächs, das auf allen Kontinenten angebaut wird. Die Bäume sind überaus schnellwüchsig und erreichen eine Höhe von 30 bis 45 Metern. Der Stamm hat eine glatte Borke, die in der Regel hellgrau ist und eine weiße Marmorierung aufweisen kann. Mit einer Dichte von 0,1 bis 0,2 g/cm³ ist Balsa das weichste Holz der Welt. Eine ähnlich geringe Dichte hat auch PS-Hartschaum, der unter anderem als Schaumkunststoff Styropor verwendet wird. Die Dichte von Balsaholz variiert in Abhängigkeit vom Schnitt. Dünne Äste sind am weichsten, während Holz aus der Stammmitte eine höhere Dichte und Festigkeit hat.

Einsatzgebiete von Balsaholz

Balsaholz ist nicht nur das weicheste Holz weltweit, es ist auch extrem leicht. Aus diesem Grund wird es in den tropischen Regionen der Erde häufig zum Bau von Flößen eingesetzt. Auch Modellbauer lieben das weiche Naturmaterial. Balsaholz kommt beim Bau von Flugzeug- und Schiffsmodellen zum Einsatz und wird für die Ausgestaltung von Modelleisenbahnen verwendet. Es lässt sich ähnlich leicht verarbeiten wie Kork. Im Wirtschaftssektor wird Balsa unter anderem zum Bau von Rotorblättern von Windkraftanlagen verwendet. Auch im Freizeitbereich kam das extrem leichte Holz zum Einsatz. Auf den Inseln Hawaiis wurde Balsaholz zur Herstellung von Surfbrettern verwendet. Dies geschah allerdings, bevor die ersten Modelle aus Kunstharz auf den Markt kamen.

Geschichte schrieb Balsaholz als Baumaterial für das Floß Kon-Tiki, mit dem der Norweger Thor Heyerdahl im Jahr 1947 über den Pazifik segelte. Der Abenteuerer startete damals in der peruanischen Hafenstadt Callao und lief knapp fünf Monate später im Tuamotu-Archipel auf ein Riff auf und strandete. Das Floß bestand aus neun Stämmen Balsaholz, die mit 5,50 m langen Querstämmen aus dem gleichen Material verbunden waren. Der Unterbau, der Mast und das Deck wurden ausschließlich mit Hanfseilen und traditionellen Materialien zusammengehalten. Nägel, Schrauben oder andere Bauteile aus Metall wurden nicht verwendet.

Während besonders harte Holzarten wie Teak aus Gründen der Widerstandsfähigkeit zum Schiffsbau verwendet wurden, nutzte der Norweger den großen Auftrieb und das geringe Gewicht von Balsaholz, um ein schwimmfähiges Wasserfahrzeug zu konstruieren.

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